Die "ScHerzberger"

v.l.n.r. Rainer Pilz, Jens Ott, Gerd Rothaug, Richard Straach, Stephanie Kammer, Ines Medenwald, Günter Schulze, Landrat Christian H.-Jaschinski

Begründung für die Auszeichnung der Theatergruppe die „ScHerzberger“ mit dem „Kunstpreis“ des Landkreises Elbe-Elster

 

Preis verdient ganz ohne Scherz – Kunstpreis 2021 für ScHerzberger
Kunst ist nicht nur Gesang, Instrumentalmusik und bildende Kunst – Kunstformen sind vielfältiger und ausübende Künstler, egal ob Profis oder Amateure, unterschiedlich kreativ in ihren Ausdrucksformen. Das beweist die Kunstszene im Elbe-Elster-Kreis eindrucksvoll in verschiedenen Genres. Deshalb hat sich die Jury zur Vergabe der Elbe-Elster Kulturpreise in den letzten Jahren im Bereich Kunst breiter aufgestellt und für den Kunstpreis 2021 die Theatergruppe der Laienspieler „ScHerzberger“ um Stephanie Kammer aus Herzberg ausgewählt.

Die Theatergruppe, so heißt es in der Begründung durch die Stadt Herzberg im Antrag für den Pries, bereichert die Kulturszene seit etlichen Jahren mit zeitnahen und fröhlichen Interpretationen zur Herzberger Alltags- und Stadtgeschichte maßgeblich. Aber der Ruf der ScHerzberger ist längst über Herzberg und Elbe-Elster hinaus erhört worden. Ausverkaufte Abende bei ihren Vorstellungen legen beredtes Zeugnis ab von der Beliebtheit der Stücke, von deren Bezug zur Alltagsrealität mit humorvollen und bissigen Seitenhieben ebenso wie von der Spielkunst und Ausdrucksfähigkeit der Laienschauspieler und von der Kostüm- und Bühnengestaltung.

Ernsthaftigkeit und Tiefe bilden mit Satire, Klamauk und einer Portion Frivolität bei den ScHerzbergern wie selbstverständlich eine Einheit, was wohl den Erfolg ihrer Stücke beim Publikum ausmacht. Dabei muss die Stadt Herzberg mitunter auch ziemlich Kritisches einstecken. Mit den von Stephanie Kammer selbst geschriebenen Stücken „25 Millionen für Herzberg“ 2016, „Rettet Reinhard“ 2019 und vor allem mit der letzten Inszenierung „Dingsdabums“ im Jahr 2021, deren Aufführungen auch in diesem Mai Jahres ausverkauft waren, bewiesen die vier ScHerzberger mit Ines Medenwald, Christian Poser, Reinhard Strach und Stephanie Kammer (2016 auch mit Günter Schulze, Janet Mägel und Steffen Modrach) besonders eindrucksvoll, dass sie lokal und global den Nerv der Zeit treffen und vor allem mit ihrer Komik bevorzugenden Darstellungsfähigkeit Zuschauer in den Bann ziehen können. „Wir machen Satire und Kabarett und wir lachen zuerst über uns selbst und über die Obrigkeit“, so beschrieb Stephanie Kammer den eigenen Anspruch der Gruppe in einem Interview.  Weitere Vorhaben wie „Tarzan“ und „Gerüchte“ waren bereits auf einem guten Weg und sind durch Corona zeitweise ausgebremst worden. Aber bestimmt werden wir noch erfahren, dass Tarzan aus Herzberg stammt und dass die „Gerüchte“ einen weiteren Niveausprung für die „ScHerzberger“ bedeuten, also keine Gerüchte sind.                                                                                                         

Zum Schluss der Laudatio soll hervorgehoben werden, dass die Theatergruppe mit dem Schritt, dass sie 2019 dem Brandenburgischen Amateurtheaterverband beigetreten sind, den weißen Fleck Elbe-Elster auf der Karte des Verbandes gelöscht hat und sich im Austausch mit 25 Amateurtheatern befinden kann. Vielleicht motiviert das Beispiel der ScHerzberger weitere Amateurtheatergruppen in Elbe-Elster.

Den vier ScHerzbergern und ihren Zuschauern wünschen wir weitere erfolgreiche, bissige und humorvoll-launige Stücke. Sie sind kulturelles Aushängeschild für Herzberg.

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