Andreas Pöschl

Andreas Pöschl (links) zusammen mit Landrat Christian H.-Jaschinski

Begründung für die Auszeichnung von Andreas Pöschl mit dem
„Kulturpreis des Landkreises Elbe-Elster“

 

Andreas Pöschl hat es geschafft! Er hat dem Namen seines Amtes alle Ehre gebracht. Während seiner 26 jährigen Amtszeit im Elbe-Elster-Kreis hat er die Kunst und Kultur im besonderen Maße geprägt, sie sichtbar werden lassen, mit gestaltet und gefördert. Nun stellt sich zuerst die Frage: Warum ist ihm so vieles gut gelungen? Wie hat er das gemacht? 

Die Antwort liegt in seiner besonderen Persönlichkeit. Andreas Pöschl ist ein kulturvoller Mensch. Kultur ist ihm ein Grundbedürfnis im privaten, wie auch im dienstlichen Leben. Das schließt besonders den zwischenmenschlichen Umgang ein, denn gerade durch seine Fähigkeit auf Menschen zuzugehen, sie zusammenzuführen, sogar sie sich ihrer Gemeinsamkeiten bewusst werden zu lassen, hat geholfen, Interessenskonflikte zu kompensieren und neue Wege zu finden, um Kunst und Kultur leben zu können. Das kann nur durch ein besonderes Engagement und durch weit über das Amt hinausragende Aktivitäten gelingen. So wie die Künstler, die Kulturschaffenden, in den unterschiedlichsten Sparten für Ihr Anliegen brennen - denn nur mit Feuer im Herzen ist Kreativität möglich - brannte und brennt Andreas Pöschl dafür, diese Kostbarkeiten allen Mitmenschen zugänglich machen zu können. Dabei hat er Grenzen überschritten, so gut es möglich war, denn nur Kooperation und Überregionalität ist Sinn von Kunst und Kultur. Diese Öffnung des Kulturamtes hat den Landkreis Elbe-Elster gerade unter Künstlern weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannt werden lassen. Und oft wurde bedauert, nicht diese Möglichkeiten und keinen solchen Amtsleiter in anderen Kreisen zu haben. Sein besonderes Gespür für kulturelle Aktivitäten, welche an den unterschiedlichsten Orten und Gegebenheiten zu entdecken und hervorzuholen möglich war, ermöglichte auch deren Wachsen. Durch die jährliche Kulturpreisverleihung wurde das wahrgenommen und fand breite Beachtung, was wiederum erneuten Ansporn gab. Und es entstanden auch neue Interessengemeinschaften, denn wo eine Bühne den Raum gibt, wird sie auch genutzt, Kunst und Kultur braucht das Publikum ebenso im Umkehrschluss.

Und wie wir gerade so schmerzlich unter Corona empfinden, ersehnen wir die Öffnung der Museen, gemeinsames Hören der Musik, das Erlebnis im Theater, auch fehlen die Aufführungen der Puppentheater, die Literaturlesungen und die unzähligen Veranstaltungen, an denen wir Menschen uns treffen, gemeinsam genießen, uns bilden und nicht allein sind. Das alles und viel mehr ist Kultur und wohl der wichtigste Bestandteil unseres Lebens. 

Andreas Pöschl hat seine Kraft und einen großen Teil seiner Lebenszeit dafür gegeben, uns das immer wieder bewusst zu machen und alles hier in unserem Land zwischen Elbe und Elster erleben zu können. 

Eine besonders gute Idee war die Einführung und Finanzierung der jährlichen Grafikmappe, die von den  Berufskünstlern unter wechselndem Thema gestaltet wurden. Das war ein Anreiz, sich gezielt mit Drucktechniken zu beschäftigen und hat die Künstlergemeinschaft verbunden, ebenso wie die Berufskunstausstellungen, was wirklich auch immer eine besondere Herausforderung war und von Andreas Pöschl mit viel Einfühlungsvermögen koordiniert wurde. Aber auch diese Ausstellungen wirkten über die Kreisgrenzen hinaus, allein durch die Teilnahme von Künstlern aus den Partnerkreisen. Es war immer eine Wechselwirkung, ein Hinein-und Herausschauen, ein Sehen und Gesehen werden. 

Großes Anliegen und Engagement brachte er den herausragenden und vielfältigen Formen der Musik im EE Kreis entgegen. Ob es die intensive Zusammenarbeit mit der Musikschule, die Finsterwalder Sänger, das musikalische Erbe der Gebrüder Graun, der großartigen Bigband und vieler Veranstaltungen sind, er hat sie immer unterstützt und ermöglicht.

Seine kulturelle Neugier ist ohne Vorurteil und er hat dadurch viele verschiedenartige Türen geöffnet, die einer langen Aufzählung bedürften, was wenn nicht, hoffentlich kein Affront ist, denn heute geht es um Ihn, die Würdigung seiner Persönlichkeit. Und das ist die Antwort auf unsere Frage, wie er das geschafft hat: Es kommt immer auf den Menschen in seiner Gesamtheit an.

Seine Zeit im Kulturamt ist abgelaufen, er hat es geschafft. Andreas Pöschl kann sich nun seinen ganz privaten Kulturerlebnissen widmen. Wir zollen ihm Respekt und Dank, für die viele Freude an Kunst und Kultur, die er uns durch den Einsatz seiner Person gegeben hat.

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